Mikrobielle Verunreinigung von Leitungswasser

Was versteht man unter dem Begriff „Koloniezahl“ (bei 22° C und 36° C)?

Trinkwasser ist ein natürliches Produkt und daher nicht gänzlich keimfrei, denn Mikroorganismen kommen überall in der Umwelt vor. So finden wir Mikroorganismen in der Luft, im Wasser oder auch im Menschen. Allerdings gibt es bestimmte Mikroben (E. Coli, Legionellen, Enterokokken und coliforme Bakterien), die krankheitserregend sind und im Trinkwasser vorkommen und daher einer bestimmten Kontrolle unterliegen. Im Labor werden Proben einer Bebrütungszeit von 22°C und 36°C unterzogen und untersucht. Eine erhöhte Koloniebildung (Koloniezahl) bei 22°C weist auf natürlich vorkommende Keime im Wasser hin, die potentiell weniger gesundheitsgefährdend sind. Allerdings deutet die erhöhte Koloniezahl bei 22°C auf einen Biofilm im Verteilungsnetz hin, welcher als Nährboden für krankheitserregende Mikroorganismen genutzt werden kann. Aus diesem Grund wird ebenfalls die Probe bei 36°C gebrütet, da die dort wachsenden Kolonien wesentlich problematischer sind, weil es sich dabei um die Körpertemperatur von Warmblütern wie Säugetieren handelt.

Was bedeutet die erhöhte Koloniezahl (bei 22° C und 36° C) im Trinkwasser?

Eine erhöhte Koloniezahl bei beiden Temperaturen deutet auf eine mögliche Verunreinigung des Trinkwassers hin, was beispielsweise durch verkalkte Armaturen (Perlator des Wasserhahns), Bau- und Wartungsarbeiten, Rohrbruch, Neuanschluss, Trockenfall durch zu lange Standzeiten, zu geringer Wasserdurchfluss, ungeeignete Materialien, mangelnde Reinigung oder falsche Reinigungsmittel hervorgerufen werden kann.

Wie wirkt die erhöhte Koloniezahl (bei 22° C und 36° C) auf den menschlichen Körper?

Mögliche Keime auf die durch diese Untersuchungsmethode hingedeutet wird, können Pseudomonas aeruginosa, E. coli und coliforme Bakterien sein. Gesundheitliche Beschwerden wie Darmbeschwerden, Durchfall und sogar Lungenentzündungen sind die Folge. Legionellen infizieren die Atemwege über Aerosole und verursachen die sogenannte Legionärskrankheit, die für Risikogruppen lebensgefährlich sein kann.

Trinkwasser durch erhöhte Koloniezahl (bei 22° C und 36° C) belastet: Was tun? 

Bei einer Belastung des Trinkwassers mit Keimen empfiehlt sich eine geeignete Desinfektion wie Ozonung, Chlorung oder UV-Desinfektion.

Die UV-Desinfektion ist gegenüber der Ozonung und Chlorung die wesentlich preiswertere, einfachere und ungefährlichere Variante. Insbesondere in Kombination mit einer vorgeschalteten Aktivkohlefiltration bietet die UV-Desinfektion des Wassers einen exzellenten Schutz vor gesundheitsgefährdenden Keimen. Diese Technologie findet sich im innovativen Wasseraufbereiter HYPRO WATER wieder.